Neonazikundgebung stören !

Die Münchner Neonazis wollen auf die neonazistische Mordserie noch eine Provokation obendraufsetzen: Unter dem Titel „Kriminelle Ausländer raus“ wollen sie von 13.00-15.00 Uhr auf dem Heimeranplatz in München eine Kundgebung abhalten.

[Quelle: aida-archiv.de]

Zugtreffpunkte:
11:00: Schongau Bhf
11:40: Weilheim Bhf, Gleis 1

Update:
19. November 2011

Neonazikundgebung bleibt VERBOTEN

Die Münchner Neonazis wollen auf die neonazistische Mordserie noch eine Provokation obendraufsetzen: Unter dem Titel „Kriminelle Ausländer raus“ wollen sie von 13.00-15.00 Uhr auf dem Heimeranplatz eine Kundgebung abhalten.

Ganz in der Nähe des Heimeranplatzes war im Juni 2005 im Rahmen der rassistischen Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) der Grieche Theodorus B. erschossen worden. Schon kurze Zeit nach Bekanntwerden der Anmeldung durch den NPD-Bezirksvorsitzenden Roland Wuttke hat eine Vielzahl von Initiativen Widerstand gegen die Nazikundgebung angekündigt („Diese Verhöhnung der Opfer neonazistischer Gewaltwerden wir nicht zulassen“ heißt es beispielsweise bei Antifa-Gruppen).

AKTUELLER STAND (16.00 UHR):

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) hat die angemeldete Kundgebung am späten Donnerstag Abend verboten. Die Kundgebung sei eine „unerträgliche Verhöhnung“ des Mordopfers und eine „Provokation“ sagte KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle gegenüber der „Abendzeitung“ . Über den Umgang mit diesem Verbot scheint es in der Neonaziszene Münchens Uneinigkeit zu geben. Obwohl eine Klage gegen das Verbot angekündigt wurde, ist nach a.i.d.a.-Informationen am Freitag (zuletzt aktualisiert: 16.00 Uhr) eine solche vor dem zuständigen Verwaltungsgericht München gar nicht eingegangen. Wie zu erfahren war, habe der Anmelder Roland Wuttke nun auch gegenüber dem VG kundgetan, dass er vorerst angeblich keine Eilklage einreichen wolle.